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10 Jahre Werkstatt »Buch und Experiment« mit Odine Lang

17.12.2015

Die Künstlerin Odine Lang leitet an der Bundesakademie bereits seit 10 Jahren die »Werkstatt: Buch und Experiment« − einzigartig in der deutschen Fortbildungslandschaft. Im Dezember 2015 entstand aus dem Thema »Essen mit den Augen« eine Vielzahl an künstlerischen (Buch-)Projekten. Zu ihrem zehnjährigen Jubiläum stellte Sabine Baumann, Leiterin des Programmbereichs Bildende Kunst, ihr einige Fragen zu ihrer Arbeit.

Was ist das Besondere an den Büchern, die in den Werkstattwochen entstehen?
In der Buchkunst finden verschiedene künstlerische Ausdrucksformen eine Verbindung. So können die Teilnehmer_innen ihre persönlichen Arbeitsweisen in Malerei, Zeichnung, Collage, Fotografie, Kalligrafie, Drucktechniken einbringen und in neuem Format weiterentwickeln.

Odine, Du sagst die Arbeit an der Bundesakademie sei besonders und die Seminare einzigartig. Woran machst du das fest?
Vieles macht diese Kompaktwochen so besonders: Die intensive Zeit, sich eine ganze Woche mit einem Thema auseinandersetzen zu können – in einer unglaublich gut ausgestatteten Werkstatt. Zur produktiven Arbeitsatmosphäre tragen die besondere Atmosphäre im Schloss, aber vor allem das engagierte Team der Bundesakademie bei, das ich von Organisation, Verpflegung bis zur spontanen Materialbeschaffung immer als sehr familiär und unterstützend erfahre. Ein solches Angebot für Kunstschaffende  ist einzigartig! Die Werkstattarbeit wird abgerundet durch einen Besuch in der Malerbuchsammlung der Herzog August Bibliothek, wo es tausende exquisite Künstlerbücher gibt. Wolfenbüttel ist ein unglaublich guter Ort für Buchkurse!


Was hat sich bei Dir in der Vermittlung in den 10 Jahren verändert?
Ganz direkt greifbar: Meine Mustersammlung für Buchbindungen und Faltformen ist inzwischen auf mehrere Kästen und auf über 150 Muster angewachsen, aus denen ich Exemplare herausgreifen kann, um Vorschläge für Gestaltungen zu machen.

Das ist aber nur ein Indiz dafür, dass ich mich mit stetig wachsender Begeisterung mit experimenteller Buchgestaltung auseinandersetze und gerne auch andere dafür begeistern mag. Inzwischen bin ich entschiedener, welche Ziele dabei verfolge. Der Themenbezug der Bücher ist mir sehr wichtig, die Suche nach innovativen Formen, dabei aber eine gute handwerkliche Ausführung nicht aus dem Blick zu verlieren. Nicht zuletzt ist das Zusammenspiel von Aussage und äußerer Form wichtig, mit allen Chancen, die das Medium bietet: Durch das Aufschlagen, Umklappen, das zeitliche Nacheinander des Blicks, das Verdecken und Schützen eines Inhalts gibt es so viele Möglichkeiten die Buchform zur Interpretation eines Themas zu nutzen.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich dafür bedanken, dass ich an diesem besonderen Ort als Dozentin arbeiten und meine Kursideen so umsetzen darf. Danke für das Vertrauen und die großartige Unterstützung über die Jahre!

Dieser Artikel wurde unter Bildende Kunst abgelegt.

Kommentare

Birgit Nass schrieb am: 04.02.2016 13:23

Eine wunderbare Dozentin und ein sehr inspirierender Ort, ich habe die Kurse bei denen ich dabei sein konnte sehr genossen. Viele Grüße Birgit Nass

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