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gehen & verstehen

28.06.2013

Das Seminar zur Theorie und Praxis der Spaziergangsforschung (Syn. Promenadologie) mit dem Dozenten Bertram Weisshaar (Atelier latent) brachte eine internationale Teilnehmergruppe an der Bundesakademie Wolfenbüttel zusammen. Spaziergängerinnen und Spaziergeher aus Basel, Luxemburg, Oslo und aus Deutschland gingen, schlenderten, streunten und strolchten an drei Tage durch die unterschiedlichsten Zonen der Stadt, wie solche auch in dem Städtchen Wolfenbüttel zu finden sind. Die sich daran anknüpfende Frage, inwiefern mit Herumlaufen alleine bereits schon etwas erbracht werden kann – oder auch nicht –, sei es ein Kunst-Werk, eine Performance oder eine Veränderung der Wahrnehmung, dies wurde durch einen Überblick über die bereits fünf Jahrzehnte andauernde Praxis von „Gehen als Kunst“ erörtert und reflektiert. Als theoretisches Rüstzeug dienten aber insbesondere die scheinbar so einfachen aber eben doch tiefgründigen Überschriften "Warum ist Landschaft schön?" und  "Design ist unsichtbar", womit auf zwei der zahlreichen Veröffentlichungen des Schweizer Soziologen und Begründers der Spaziergangswissenschaft Lucius Burckhardt Bezug genommen wurde. Zurück auf der Straße nutzte das Seminar den städtische Außenraum dann als Laboratorium: Die Gruppenarbeit mündete in drei "Geh-Miniaturen", die jeweils eine künstlerische Herangehensweise für eine ganz unmittelbare Erfahrung und Vermittlung von Welt erprobte.

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