Jahresthema

Willkommen … im Jahresprogramm der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, dem Ort für Kunst, Kultur und ihrer Vermittler.

Jahresthema 2016

»Fernlicht«

Die Bundesakademie für Kulturelle Bildung wird 30!

Grund genug, um 2016 ein »Fernlicht« anzuschalten, mit dem wir weit zurück und weit nach vorn blicken. In 30 Jahren hat sich die Bundesakademie als Ort für Kunst, Kultur und ihre Vermittler prächtig entwickelt. So kamen in den letzten Jahren Beratungs-, Praxisforschungs- und Projektaufgaben hinzu, mit ihnen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und immer wieder neue Impulse. Dabei ist die Akademie ihrem Auftrag und hohen Anspruch treu geblieben, die vielgestaltigen Akteure im Feld der Kulturellen Bildung vor allem durch zeitgemäße und bedarfsorientierte Fort- und Weiterbildungen zu unterstützen. Und all das auf der Basis einer verlässlichen Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen (MWK). Unser Jubiläum werden wir im Herbst 2016 mit einem strahlenden Festakt »Lamettaphysik. Über Flirren, Schwerkraft und die Gesetze der Kunst« in Wolfenbüttel feiern!

Wenn wir Fernlicht einschalten und dies zu unserem Jahresthema machen, geben wir volle Leistung. Wir möchten unsere Umwelt detailliert wahrnehmen, um im Fernlichtkegel den rechten Weg zu finden, uns weniger von den Schatten verstören als uns vom »Licht am Ende des Tunnels« (lit-7) leiten zu lassen. Vor allem auf unbekanntem Gelände hilft uns Fernlicht, Gefahren, aber auch reizvolle Strecken rechtzeitig zu erkennen. Mit Fernlicht unterwegs zu sein, bedeutet für uns in diesem Jahr noch mehr als sonst relevante Themen der Kulturellen Bildung zu identifizieren und Ihnen damit wegweisende Angebote einer zukunftsfähigen Vermittlungsarbeit bieten zu können.

Fernlicht allein aber genügt nicht. Wir müssen auch mit wachen Augen durch die Welt gehen und dabei den eigenen Standort immer wieder neu bestimmen. Vor allem auf dem Feld der immer unübersichtlicher werdenden künstlerischen und kulturellen Vermittlungsarbeit lohnt es sich, öfters einmal das Fernlicht anzuschalten, um eigene Bildungsziele auszuleuchten und diese aktiv zu verfolgen. In diesem Jahr hellen wir unsere kulturelle Welt in großem Stil mit Fernlicht auf, und möchten Sie einladen, es uns gleich zu tun!

Gelingende Bildung bedeutet gleichsam, sein eigenes Fernlicht zu nutzen – exemplarisch zu üben in »Die Kunst des Veränderns« (ku-8) oder bei einer »Installation Ich« in der Laborwerkstatt »Exhibition me« (mm-29). Fremde Fernlichter von vorn können blenden, verwirren und uns von der Bahn abbringen. Wir möchten Sie daher ermutigen, ein Stück mit uns zu fahren und die Fernlichter zu bündeln, wie es beispielsweise »Kreative als Motor für strukturschwache Regionen« (ku-17) leisten. Wo uns das hinführt, was wir entdecken, wissen wir noch nicht genau. Die Reise ist das Ziel, und wir sorgen dafür, dass Sie sich nicht verfahren!

Im Folgenden eine Vorschau auf unsere Reiserouten: Immer zunächst ein Stück durchs Dunkel führt unser jährliches KulturCamp, ein Format mit offenem Ausgang. Unter dem Motto »Fernlicht« (ku-13) erfinden wir zu unserem Jubiläum ein Computerspiel, um virtuell durch die Akademie zu surfen und mehr über den Einsatz von »Games« in der Vermittlungsarbeit zu lernen. In »Fernes Licht, nahe Schatten« (lit-1) lassen wir uns von den Bildern Edward Hoppers zu Geschichten inspirieren, und mit Mischa Kuball und seinen »public prepositions« (bk-6) veranstalten wir Lichtpolitik im öffentlichen Raum. Eine unserer vielen Kooperationen findet zusammen mit dem Festival Theaterformen und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) statt. Dabei leuchten wir bei einem Fachtreffen die »Zukunft, die wir teilen« (dk-14) mit Theaterkünstlerinnen und Theaterkünstlern aus Ostasien aus und erleben so in einem Zeitraffer unsere eigene gesellschaftliche Entwicklung. Schließlich beschäftigen wir uns in verschiedenen Qualifizierungsreihen (bk-23/-25, dk-20/-24/-30, ku-17, lit-8, mm-32), die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert, mit neueren Entwicklungen in der Kulturellen Bildung und werfen zum Beispiel in »tAPP« (mutm) ein Licht auf das Musizieren mit Tablet- und Smartphone-Apps.

Gönnen Sie sich die Zeit, um unser spartenübergreifendes Programm bei rechtem Licht zu betrachten. Lassen Sie sich von unseren Highlights anlocken und buchen Sie, was Sie für Ihre künstlerische und vermittelnde Arbeit brauchen. Mein Team und ich freuen uns auf ein blendendes Festjahr mit Ihnen!

Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss

 

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